Top of Cotopaxi, 5897m

Mittwoch, 24. August 2011

Nicaragua

Nicaragua
Bereits bin ich wieder seit gut zwei Wochen in Nicaragua.
Das Land ist rund dreimal so gross wie die Schweiz, jedoch leben nur 6 Millionen Menschen hier – der Osten des Landes ist praktisch unbewohnt, da dort noch eine riesige zusammenhängende Fläche Regenwald besteht, auch an der Karibikküste gibt es nur wenige „Städte“.
Etliche Vulkane und zwei grosse Seen prägen die Landkarte Nicaraguas – der Managua-See und der Nicaragua-See. Letzterer ist ca. 15mal so gross wie der Bodensee und führt über den Rio San Juan ins karibische Meer. Beide Seen sind aber extrem verschmutzt, da während Jahren das gesamte Abwasser der Hauptstadt Managua direkt in den See floss. Die meisten Einheimischen verstehen aber den Zusammenhang zwischen „alles-aus-dem-Fenster-werfen“ und daraus folgender Umweltverschmutzung mit möglichen Gesundheitsrisiken bzw. -schäden überhaupt nicht. Viele behaupten, der See sei sauber und auf vielen der kleineren Inseln wird das Seewasser auch als Trinkwasser benutzt… Prost. Überall steht, dass man keinen Abfall wegwerfen soll/darf, aber viele machen es trotzdem. Der Umweltbegriff existiert, jedoch ohne das nötige Verständnis dafür.
Die Geschichte Nicaraguas ist von Diktaturen, Aufständen, Bürgerkriegen, Revolten, Putschen, Plündereien etc. geprägt. Seit 2007 die Sandinisten ihre Macht sichern konnten, scheint etwas Ruhe ins Land gekommen zu sein. Vielerorts hängt neben der nicaraguanischen Flagge daher auch die rot-schwarze Sandinisten-Flagge mit der Aufschrift FSLN (Frente Sandiniste de Liberatión National; Sandinistische nationale Befreiungsfront).
Im Gegensatz zu den Costaricandern, den „Ticos“, werden die Leute hier „Nicas“ genannt. Auch kriegt man an vielen Orten einen Nica libre statt einem Cuba libre ;-) Die Nicas sind deutlich offener, freundlicher und zuvorkommender als die Ticos. Lehrer Julio hat dies damit begründet, dass die Nicas halt einfach froh sind, dass endlich mal kein Krieg herrscht – ein bescheidenes, sehr liebes, aber armes Volk.
Das Essen unterscheidet sich nicht stark vom südlichen Nachbar und scheint in ganz Zentralamerika ähnlich zu sein: Reis, schwarze Bohnen, Poulet oder Rind, fritierte Kochbananen und gelegentlich gibt’s auch etwas Gemüse dazu – oft unterscheiden sich aber die drei Hauptmahlzeiten kaum.
Ich kam am Südostufer des Lago de Nicaragua an. Die Einreise ist friedlich und einfach, kostet 12$US und überall stehen bewaffnete Soldaten rum. Ich kam mit dem Schnellboot von der costaricanischen Grenzstadt, da die Strasse zwischen den zwei Ländern nur für amtliche Zwecke benutzt werden darf – was die Einreisekontrolle erleichtert. Ein- und Ausreise als Schweizer war sehr einfach, bei den Einheimischen dauerte der Prozess wesentlich länger.
Angekommen, nahm ich auch gleich das nächste Boot und fuhr ca. 50km flussabwärts nach El Castillo, benannt nach der „Festung“, welche dort gebaut wurde, um die Piraten, welche von der Karibik her ins Landesinnere eindringen wollten, aufzuhalten. Ein sehr kleines, ruhiges Dorf. Ein guter Start in ein neues Land. Weiter flussabwärts Richtung Karibikküste nimmt das Indio Maiz Naturreservat eine riesige Fläche in Anspruch – nur etwa 30 Familien leben dort. Ein Tagesausflug in den Regenwald dort zeigte erneut, dass die Tiere keine Grenzen kennen. Auch hier gibt es die gleichen Affen, Schlangen, Frösche etc. wie in Costa Rica.
Nach zwei Nächten ging ich dann wieder zurück zum Nicaraguasee um die Fähre, die eben nur zweimal wöchentlich fährt, zur Ometepe-Insel zu nehmen. 10 Stunden dauerte die Überfahrt und wir kamen erst nach Mitternacht auf der Insel an. Wir waren dann eine deutsch-österreichisch-schweizerische Gruppe von 8 Personen und klopften mitten in der Nacht beim Hostel an J Die Insel besteht eigentlich nur aus zwei Vulkanen und erst seit dem letzten Ausbruch besteht eine Landbrücke. Die Strassen sind mehrheitlich katastrophal und an manchen Stellen wäre man zu Fuss schneller… Unsere Unterkunft lag direkt am Fusse des Vulkan Maderas, welchen wir dann am zweiten Tage auch bestiegen. Sehr schön, aber auch anstrengend, da die Steine und das Gehölze im bis zur Spitze mit Nebelwald bedeckten Vulkan ziemlich nass und glitschig waren. Leider begann es gerade zu regnen als wir oben waren und die Wolken verdeckten die Aussicht L somit war auch Baden im Kratersee nicht sehr lukrativ und auf 1300m war’s dann doch schon recht kühl. Die Insel ist aber sehr schön, gemütlich und ruhig. Hier wird auch noch richtige Freilandhaltung betrieben. Immer wieder mal steht eine Kuh, ein Huhn, ein Pferd oder ein Schwein irgendwo auf der Strasse oder am Strassenrand. Jedenfalls hinterliessen die Tiere einen „glücklicheren“ Eindruck als die meisten bei uns…
Die Preise hier sind übrigens unschlagbar, da können Aldi, M-Budget und Prix-Garantie gleich einpacken! 3 Nächte mit Halbpension für etwa 40 Dollar; sehr einfacher Standard natürlich, aber wer braucht bei diesen Temperaturen schon warmes Wasser?
Danach ging’s weiter zu den zwei Städten Granada und León. Granada liegt am Nordwestufer des Sees und ist ein richtig schönes, emsiges Städtchen. León liegt weiter nördlich, war die ehemalige Hauptstadt Nicaraguas und gilt heute als „Kulturhauptstadt“ und ist irgendwie ruhiger und gemütlicher als Granada. Beide Städte haben gemeinsam, dass hier viele prachtvolle koloniale Bauten stehen und beide eine grosse Kathedrale besitzen. Jene von León gilt als grösste in ganz Zentralamerika. León’s Bauten sind aber alle ein bisschen heruntergekommen, verglichen mit jenen Granadas – trotzdem oder vielleicht deswegen, mochte ich León irgendwie lieber. Ich liebe es einfach, durch den einheimischen Markt zu schlendern. Den Fleisch- und Käseverkäufern zuzuschauen, wie sie bei 35°Celsius mit ihrem Fächer versuchen die Fliegen von ihren Produkten fern zu halten oder das lauthalse Schreien gewisser Standverkäufer, die wohl glauben, nur ihr Produkt sei wirklich gut. Meinen ausgerissenen Hosenknopf konnte ich mir für satte 10 Rappen wieder anmachen lassen. Auch Schuster gibt’s an jeder Ecke und natürlich die Strassenkinder, die Schuhe putzen wollen. Eigentlich kann man hier auf den Märkten ja fast alles Kaufen, von einzelnen Velorädern, Handys, Nahrungsmittel, Kleidern, einfach alles.
Eine Tagestour führte mich auch nach Masaya, zum grössten Einheimischenmarkt Nicaraguas. Eine riesige Halle mit tausenden von handgefertigten Dingen (viele davon komplett überflüssig und sinnlos), Gemälden etc. Nach einer Stunde musste ich dann raus, obwohl ich erst eine von etwa 20 Reihen geschafft hatte…aber jeder zweite Stand verkauft ja eh die gleichen Dinge. In Catarina, dem Nachbardorf, war das Ganze dann viel, viel kleiner dafür gibt’s da einen Aussichtspunkt in und über eine Kraterlaguna (Apoyo-Lagune) mit einer überwältigenden Sicht auf Granada und den dahinterliegenden Nicaraguasee.
Der Cerro Negro liegt etwas ausserhalb von León und ist der jüngste Vulkan Nicaraguas mit letzter Eruption im Jahre 1999. Da auf der einen Seite kaum Geröll liegt sondern nur „Sand“ (Kieselsteine) hat sich dort das Sandboarden etabliert. Musste ich ausprobieren. Der Aufstieg war leicht, waren auch nur etwa 400 Höhenmeter bis auf 750m hoch. Im grün-gelben Kombi mit Handschuhen, Knie-, Ellbogen- und Handgelenksschonern ausgerüstet gings dann los. Brille auf und dann sah ich nichts mehr… die Brillen waren so alt und verkratzt, dass eigentlich niemand etwas sah… war aber trotzdem extem lustig, die 400m hinunter zu schlitteln. Stehend ist dies auf dem Kieselsand sehr schwierig und geht nur mühsam und langsam, drum hatte ich mich fürs Sitzen entschieden J ein echter Spass – siehe Fotos. Abends ging’s dann mit den Locals in die Disco. Das ist so was von cool – die spielen die ältesten Lieder und tanzen wie wild.
Nach León ging ich ins Hochland im Norden, nach Estelí. Hier werden die besten Zigarren des Landes hergestellt. Lustigerweise gab’s gerade eine Führung zur Zigarren-Fabrik, als ich im Hostel ankam, welche ich mir natürlich nicht entgehen liess. 80% Handarbeit, jedes Tabakblatt wird einzeln getrocknet und am Schluss wieder zu einer Zigarre gerollt. Ein sehr interessanter Einblick.
Danach verweilte ich eine Nacht im Hochland ausserhalb der Stadt bei einer Familie, dem Lehrer Julio. Das „Dorf“ in dem Julio wohnt, liegt etwa 30-40km ausserhalb von Estelí, die Fahrt mit dem Bus dahin dauert aber 90min… der Weg dorthin hat das Prädikat „Strasse“ nun wirklich nicht verdient – es war die Fahrt aber mehr als wert. Gekocht wird hier auf einer Feuerstelle, dessen Rauch am frühen Morgen über/durch die Wände drang, kleine und grosse Geschäfte werden in der Latrine verrichtet und Wasser gibt’s vor dem Haus an der dafür eingerichteten Stelle oder in der „Dusche“ hinter dem Haus… Tagsüber besichtigten wir das Hochland und die vielen kleinen Kaffeeplantagen, wo noch jede Kaffeebohne einzeln von Hand geerntet wird und alles „komplett“ biologisch angebaut wird! War eine sehr schöne Tagestour mit dem Pferd J In Estelí gibt es viele Projekte, um eine biologisch-ökologische und nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben – das Verständins bei der Bevölkerung hierfür scheint mir auch etwas besser zu sein.
Nach der wiederum 90minütigen Rückfahrt aus „La Pita“ bei völlig überfülltem Bus (viele Reisende sassen auf dem Dach), sowie dem gestrigen Reitausflug mit anschliessender Wanderung, hätte ich diesen Eintrag ja nun lieber stehend geschrieben…
Morgen geht’s nun Richtung honduranische Grenze nach Somoto, wo eine Tour durch den Canyon ansteht und am Freitag werde ich die Grenze nach Honduras überqueren und hoffentlich am Abend an der karibischen Küste in La Ceiba ankommen.
Ob ich danach in den Dschungel fahre um in "La Moskitia" im Busch-Spital zu arbeiten, steht noch aus…die Zuverlässigkeit der „Einheimischen“ lässt einmal mehr auf sich warten… aber ich habe genügend Alternativen J
Nicaragua war wirklich toll und sau schön; trotzdem heisst's nun: adiós Nicas!

Dienstag, 9. August 2011

Costa Rica - pura vida

Buenos!
Seit gut zwei Wochen bin ich nun also in Costa Rica. Alles ist „pura vida“ hier. Wie geht’s, wie war die Tour, wie war das Essen? Pura vida ist immer eine gute Antwort…
Costa Rica ist flächenmässig etwa 25% grösser als die Schweiz (also immer noch sehr klein), hat aber nur etwa 4.5 Mio Einwohner, sprich verglichen mit uns, nur etwa halb so viele Einwohner pro Fläche.
Die Hauptstadt San José ist ebenfalls sehr klein und überschaubar. Die Hochhäuser wurden jedenfalls nicht hier erfunden – das sind Raritäten hier. Costa Ricas Geschichte spiegelt sich in der Mentalität: sie haben keine… pura vida. Alles ist immer gut und ok, obwohl’s nicht immer so ist. Die „Ticos“ – wie die Costa Ricaner genannt werden – sind sehr hilfsbereit und nett, aber meistens sehr sehr oberflächlich. Es gibt wirklich keine Kultur hier; nichts von archäologischem Wert. Zwei Museen in San José (die grad renoviert werden…), praktisch keine kolonialen Bauten – das gibt es hier einfach nicht mehr…alles zerstört.
Costa Rica ist aber sehr sicher und einfach zu bereisen. Viele Amerikaner hier…die – wie praktisch überall in Lateinamerika – aber nicht unbedingt beliebt sind. Und da die Amis praktisch alle kein Spanisch sprechen, mögen sie jene Touristen umso mehr, die dies können J
Eben, kulturell bietet das Land so gut wie nichts. Dafür bieten sie jede erdenkliche Freizeitaktivität an. Auch gibt es ganz viele „Öko-Tourismus“-Angebote; wobei man eigentlich keinen Unterschied zum Rest spürt – ausser beim Preis. Ja, sie versuchen hier sowieso aus allem eine Attraktion zu machen, sei dies ein Wasserfall oder eine „Ameisen-Zucht/Farm“ – hauptsache man kann eine geführte Tour verkaufen.
Die Landschaft hier ist ausgesprochen grün! Viele Wälder und gras-grüne Wiesen – die Schweiz Zentralamerikas halt ;-) nein echt, sehr schön. Und über 20% der Fläche des Landes steht unter Naturschutz. Die Abholzung der Wälder scheint aber trotzdem weiterhin ein Problem zu sein. Die Böden hier scheinen komplett ausgenutzt zu sein, denn jede einheimische Packung Pasta, Reis etc. ist mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert!! Aspirin, Dafalgan, Brufen, Immodium und co gibt’s dafür hier in jedem Supermarkt – für 2-3$US. Ja, Geld, auch so komisch hier. Man kann praktisch immer und überall mit Dollar bezahlen, Rückgeld immer in Colones (liebe Mediziner, ja, die Währung heisst hier so…hab mich noch nicht getraut zu fragen, warum… (-:). Lustigerweise bleibt der Kurs aber +/- stabil, egal wie schwach der Dollar ist. Umso besser für mich :-D
Das Essen hier ist super! Zum Frühstück krieg ich täglich meine Portion frische Früchte mit frischen Säften. Grundsätzlich gibt’s hier aber fast alles zu essen, Burgerking, Subway und co lassen grüssen. Der Einheimischen-Food ist aber viel leckerer, z.B. die fettigen Empanadas… Ich liebe ja aber die „Casados“. Casado heisst eigentlich „verheiratet“. Hier werden Reis, schwarze Bohnen, gebratene Bananen, Salat und Poulet/Rind/Fisch oder Gemüse auf einem Teller „verheiratet“, dazu die leckerste Sauce der Welt, die Salsa Lizano…Fantastisch – und äusserst Nahrhaft!
Hier ist ja „Winter“ – Winter heisst hier aber einfach Regenzeit. Regenzeit wiederum bedeutet, dass es so mindestens einmal täglich regnet. Nachts regnet es praktisch immer mehrmals kurz. Tagsüber ist es oft morgens sehr schön und warm und so zwischen 14 und 16 Uhr lässt es Petrus krachen – er ist da aber sehr flexibel in Intensität und Periodizität ;-) so oft sah ich nun schon schwarz-graue Wolken am Himmel und ich spürte nie einen Tropfen regen – wahrscheinlich verdunstet vieles in dieser Hitze, bevor es unten ankommen sollte… Wenn’s dann aber mal regnet, ist man innert Sekunden bis unter die Haut nass!

Was habe ich nun aber hier gemacht? Nach drei Tagen San José ging’s an den Strand in Manuel Antonio, wo ich dann auch einige Tage blieb, die Feizeitangebote ausprobierte (Kayaking, River Rafting, Canopying) und natürlich einfach einmal nichts tat J ist ein sehr touristischer Ort; entsprechend sind die Preise und das Tourenangebot – aber alles in allem immer noch billig. Das Hostel war direkt am Eingang zum Nationalpark. Der Park bietet eigentlich nichts, was es ausserhalb nicht auch zu sehen gäbe…die Tieren kennen ja die Parkgrenzen nicht. Von den Nationalparks kann man jeweils nur einen kleinen Teil begehen – der Park dient ja den Pflanzen und Tieren, nicht den Touris… aber schon eindrücklich, diese metergrossen Blätter, wie nah diese Titi-Äffchen (das sind diese Pippi-Langstrumpf-Äffchen) kommen oder wer hat schon mal einem Waschbären bei der Nahrungssuche zugeschaut? Faultiere hängen hier auch überall rum :-)
Dann ging ich weiter in den Corcovado-Nationalpark. Also echt, wer nicht da war, der hat wohl das schönste von Costa Rica verpasst… das liegt ganz im Südwesten des Landes. Auch hier reicht der (sub-)tropische Regenwald wieder bis ans Meer und es gibt unglaublich viele Tiere und Pflanzen zu entdecken und dies in einer einzigen Oase der Ruhe. Ich war da in einem „Luxus-Zeltlager“, das einem Amerikaner gehört, der schon seit 35 Jahren hier lebt – Larry (www.corcovado.com). Das „Hotel“ liegt am Rande des Parkes in der Drake-Bucht, aber auch hier kennen die Tiere natürlich die Grenzen des Parkes nicht… hier hausen alle vier in Costa Rica heimischen Affenarten. Der Brüllaffe weckte uns jeweils morgens zwischen 4:00 und 4:30 Uhr mit seinem Gebrüll. Die Titi- und Weissgesichtsaffen tanzten und turnten über unseren Zelten. Die Spinnen-Affen sah ich dann erst im Park. Den berühmt berüchtigten Corcovado-Puma sieht man ja äusserst selten und kaum ein Führer hat ihn jemals schon gesehen. Leider habe ich ihn gerade um eine Woche verpasst… er war angeblich nun schon zum zweiten Mal innert kurzer Zeit bei Larry im Camp (ich hab die „Beweisfotos“ gesehen!!). Das Camp liegt auch an einem Ort, wo es interessanterweise keine Mücken gibt – im Park weiter unten dann schon. Larry bietet auch Kayaks, Schnorchelausrüstung, Buggy-Boards etc zur freien Verfügung an. Hab mir dann ein Kayak genommen und bin morgens um 7:30Uhr los, hab die einsamsten und (fast) unberührtesten Buchten entdeckt und einfach die Wellen auf dem Pazifik genossen.
Die Tagestour in den Nationalpark war dann einzigartig. Schon bei der stündigen Hinfahrt mit dem Boot sahen wir Wale und Delphine. Im Park dann Krokodile, Tucane, Affen, Schlangen, Riesenameisen, Spinnen, diese wunderschönen königsblauen Schmetterlinge und viele Vögel. Ein Tapir konnte unser Führer auch ausfindig machen. Und kaum angekommen, gerieten wir in eine Horde Wildschweine! Die kamen wirklich bis ca. 5m an uns ran, weitere 20-30 Wildschweine waren in der nächsten  Umgebung um uns rum. Wir beobachteten uns Gegenseitig etwa eine Viertelstunde lang J das war wirklich eindrücklich – aber stinken tun diese Tiere…ufff…
Am letzten Tag war ich noch mit Larry zum Fischen auf dem Ozean :-) Gefangen hatte er nichts, aber den Einheimischen direkt auf offener See den Fisch abgekauft - Pazifik-Markt. Dabei sahen wir noch zwei sich paarende Wasserschildkröten (siehe Fotos!).
Corcovado ist wirklich ein Paradies! Eine einzigartige Flora und Fauna! Und Sonnenuntergänge…

Nach Corcovado ging ich direkt in den Norden nach La Fortuna, in die Region des Vulkans Arenal (eines der „Wahrzeichen“ Costa Ricas). In der Regenzeit sieht man die Kraterspitze aber auch eher selten – ich hatte aber ein paarmal Glück J das kann aber innert Sekunden ändern.
Fortuna ist ein kleines Touristenkaff wo wiederum allerhand Freizeitaktivitäten angeboten werden. Canopying, Reiten, Squads-Fahren, Biken, Wandern etc. Der Vulkan ist aber leider seit einigen Monaten inaktiv, drum gibt’s aktuell auch keine Lava zu sehen und besteigen darf man ihn sowieso nicht, weil’s zu gefährlich wäre.
Ich werde mich gleich zu den Hot Springs aufmachen und ein bisschen Wellnessen… (ausnahmsweise wohl eher als Abkühlung…).

Die Karibikküste schenke ich mir - die kann ich auch in einem der anderen Länder Zentralamerikas noch sehen, drum fahre ich morgen mit dem Bus zur Grenze hoch nach San Carlos in Nicaragua - adiós Ticos!

Liebe Grüsse und…pura vida ;-)